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Almanach 13.09.2026 4 Min. Lesezeit
Himmelsereignisse

Venus, Mondsichel und Spica: Am Abend des 13. September am Westhorizont

Am Abend des 13. September, kurz nach Sonnenuntergang, zeigt der Westhorizont Venus, eine schmale Mondsichel und Spica gemeinsam. Das Trio bildet ein kurzes, aber eindrucksvolles Schauspiel.

· Spatyom
Venus, Mondsichel und Spica: Am Abend des 13. September am Westhorizont

Am Abend des 13. September, kurz nach Sonnenuntergang, bietet der Westhorizont Himmelsbeobachtern ein kurzes, aber unvergessliches Schauspiel. Die helle Venus, eine schmale Mondsichel und Spica, der hellste Stern im Sternbild Jungfrau, erscheinen am Horizont und bilden ein Dreieck. Das Trio wird etwa zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang sichtbar, wenn die Dämmerung bereits eingesetzt hat. Für die Beobachtung ist ein hoher und flacher Horizont von großem Vorteil, da die Objekte nicht weit über dem Horizont stehen.

Die Steckbriefe des Trios: Venus, Mond und Spica

Venus ist mit einer Helligkeit von –4,8 mag der auffälligste Abendstern am Himmel. An diesem Datum nähert sich der Planet der Phase, in der seine beleuchtete Oberfläche am größten erscheint; das heißt, im Teleskop zeigt er sich als Sichel, aber als ziemlich große Scheibe. Direkt rechts unter ihm steht die drei Tage alte Mondsichel; die Beleuchtungsrate des Mondes liegt bei etwa 10 Prozent, also eine sehr schmale Sichel. Rechts über dem Mond leuchtet Spica mit einer Helligkeit von 1,0 mag. Spica ist ein Stern in etwa 250 Lichtjahren Entfernung von der Erde und fast 2.000 Mal heller als die Sonne. Zusammen reihen sich die drei am Westhorizont auf und zeichnen ein hübsches Dreiecksmuster.

Venus, Mondsichel und Spica: Am Abend des 13. September am Westhorizont — Beobachtungstipps und Herausforderungen

Beobachtungstipps und Herausforderungen

Venus steht nach Sonnenuntergang nur 8 Grad über dem Westhorizont. Um sie zu erwischen, sind ein freier Horizont und gutes Timing daher sehr wichtig. Der Mond steht direkt rechts unter der Venus, fast als drei Tage alte Sichel. Spica wiederum befindet sich rechts über dem Mond. Wenn Ihr Beobachtungsort hoch gelegen und Ihr Horizont flach ist, können Sie versuchen, auch den Merkur mit –0,6 mag zu sehen; allerdings steht Merkur zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang nur 2 Grad hoch und wird innerhalb von etwa zehn Minuten unter den Horizont sinken. Spica zu erwischen, ist dagegen nicht so einfach; kurz nach Sonnenuntergang ist er in der hellen Dämmerung mit einem Fernglas sichtbar. Um ihn mit bloßem Auge zu bemerken, muss man vielleicht auf einen etwas dunkleren Himmel warten, doch dann beginnt er wegen seiner Nähe zum Horizont bereits zu verschwinden.

Venus, Mondsichel und Spica: Am Abend des 13. September am Westhorizont — Warum ist diese Ausrichtung besonders?

Warum ist diese Ausrichtung besonders?

Dass Venus, Mond und Spica in derselben Region zusammentreffen, ist nicht alltäglich. Venus bewegt sich als innerer Planet schnell und ändert häufig ihre Position. Der Mond wandert jeden Abend weiter nach Westen. Dass dieses Trio in einem engen Bereich zusammenkommt, bildet eine kurzlebige Konjunktion am Himmel. Besonders für Astrofotografen ist es eine perfekte Gelegenheit für eine Weitwinkelaufnahme der Nachtlandschaft. Die schmale Mondsichel, der Glanz der Venus und das blau-weiße Licht von Spica bilden zusammen eine ästhetische Komposition. Solche Ausrichtungen sind zudem beobachtbare Beispiele der Himmelsmechanik im Alltag und erinnern an die dynamische Struktur des Himmels.

Venus, Mondsichel und Spica: Am Abend des 13. September am Westhorizont — Zeitplanung und Himmelsbedingungen

Zeitplanung und Himmelsbedingungen

Am Abend des 13. September findet der Sonnenuntergang um 19:12 Uhr statt (Ortszeit für 40° nördlicher Breite und 90° westlicher Länge). Zwanzig Minuten nachdem die Sonne unter den Horizont gesunken ist, steht Venus 8 Grad über dem Westhorizont. Der Mond wird um 9:24 Uhr aufgegangen sein und während des Sonnenuntergangs bereits am Himmel stehen. Der Mond wird um 20:10 Uhr untergehen. Das Beobachtungsfenster ist also recht kurz: Innerhalb von etwa einer halben Stunde nach Sonnenuntergang muss man das Trio erwischen. Die Beleuchtungsrate des Mondes liegt bei etwa 10 Prozent, das heißt, die schmale Sichel lässt ihn noch zierlicher erscheinen. Solange die Himmelsbedingungen klar sind, lässt sich diese Begegnung bequem mit bloßem Auge beobachten. Um Spica zu sehen, ist möglicherweise ein Fernglas nötig, denn obwohl seine Helligkeit 1,0 mag beträgt, kann er in der Dämmerung schwer zu erkennen sein.

Zusammenfassend vereint der Westhorizont am Abend des 13. September den Glanz der Venus, die schmale Mondsichel und das ferne Licht von Spica. Diese kurzlebige Konjunktion ist für Himmelsbeobachter sowohl ein visuelles Schauspiel als auch ein schönes Beispiel für die berechenbare Ordnung der Himmelsereignisse. Es genügt, beim Beobachten das Timing gut abzustimmen und sicherzustellen, dass der Horizont frei ist.

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